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In jedem Menschen ist etwas Kostbares, das in keinem anderen ist.


                                                                                                                                                                              Martin Buber

WALDORFPÄDAGOGIK

ALLGEMEIN

  

Der Lebensraum des Kindes soll zum Spielen motivieren und durch seine Gestaltung das Kind zu eigenen Erfahrungen anregen.

In den ersten Jahren der kindlichen Entwicklung bis zum Schuleintritt ist die körperliche Entwicklung Grundlage für das gesunde Heranwachsen des Kindes.

 

Vielfältige Bewegungsmöglichkeiten in den Gruppenräumen und im Außengelände fördern die Ausbildung der basalen Sinne (Bewegungssinn und Tastsinn) und vermitteln konkrete leibliche Erfahrungen im Verhältnis Ich und Welt.

 

In einer verlässlich gestalteten Umgebung kann sich das Kind im Spiel frei entfalten, es schöpft aus seiner eigenen Fantasie und verarbeitet Motive und Inhalte der äußeren erlebten Welt. Die Kreativität und innere Aktivität der Kinder wird durch einfach gehaltenes Spielzeug angeregt, das in seiner Funktion den Kindern vielfältige Verwendung ermöglicht. Während das Kind anfänglich die Bedeutung des Spielzeug spontan mit dem Motiv seines Spiels verbindet, entwickelt sich nach und nach die Vorstellung und es beginnt Spiele zu "planen".

 

Verlässlichkeit in der Umgebung heißt auch Ordnung und Geborgenheit im Raum.

RHYTHMUS

  

Bildbeschreibung

 

„Rhythmus trägt Leben“ (Hauschka)

 

Alle Vorgänge, die sich in der Natur  wieder finden, unterliegen rhythmischen Gesetzen (wie z.B. Tag und Nacht, Mondphasen, Wachstum...).

Auch wir Menschen unterliegen dem Rhythmus, was sich an Körpervorgängen wie Stoffwechsel, Herzschlag, Atmung, Schlafen und Wachen gut sehen lässt.

 

Rhythmus ist für den Menschen somit lebenserhaltend.

 

Für die Kinder ist die Erfahrung von Rhythmen existenziell und deshalb legen wir im Kindergarten einen großen Wert auf die Pflege dieser.

Dazu gehören

  • tägliche Rhythmen wie ein fester Tagesablauf, regelmäßige feste Essenszeiten, feste Abholzeiten;
  • wöchentliche Rhythmen in Tätigkeiten wie Eurhythmie oder im Essensplan und auch
  • Rhythmen im Jahr, die sich in der Gestaltung der Jahresfeste zeigen.

 

Den Kindern gibt dieser äußere Rahmen Sicherheit und Ruhe für ihr Wachstum. Zusätzlich unterstützen also die Rhythmen die Gesunderhaltung des Kindes und sprechen zur gleichen Zeit Körper, Geist und Seele an.

VORBILD UND NACHAHMUNG

  

Das Kind lernt über Nachahmung am Vorbild des Erwachsenen, er übernimmt die Verantwortung für die Gestaltung der kindlichen Umgebung und ist damit auch ein Teil von ihr.


Das Kind schenkt dem Erwachsenen absolutes Vertrauen, das sich nicht nur in der Nachahmung der äußeren Handlung zeigt, sondern auch durch ein freudiges Mitgehen mit den Aktivitäten des Erwachsenen und der Identifikation mit dem Vorbild.


Die Pflege der kindlichen Nachahmungskräfte und die Selbsterziehung des Erziehers ist Voraussetzung für die kindliche Entwicklung und Bildung.




SPRACHE IN UNSERER KINDERTAGESSTÄTTE

Die Sprache ist das Wertvollste, was man Kindern mit auf den Lebensweg geben kann. Eine schöne Aussprache und ein ausreichender Wortschatz sind bedeutend für das Verständnis von Informationen, sie eröffnen uns den Zugang zur Literatur und letztendlich befähigt sie uns zur Begegnung und zur Kommunikation mit dem Anderen.

 

Wir unterstützen die Kinder im Erwerb von Wortschatz, Grammatik und Aussprache durch den reflektierten Einsatz von Sprache durch die Erzieher, dies wird von den Kindern nachgeahmt. In unserem Tagesablauf findet sich bewusst Sprache fördernde Elemente wie Reigen, Auszählreime, Fingerspiele, Märchen, Eurhythmie, Singen und natürlich die direkte Ansprache durch die Erzieherin/den Erzieher.